Zurück zu Sankt Petersburg

Auferstehungskirche in Sankt Petersburg [Pure Schönheit!]

Die Auferstehungskirche in Sankt Petersburg ist eine der schönsten Kirchen der Welt! Sie beeindruckt mit bunten Kuppeln und riesigen tollen Wandgemälden.

Hallo, mein Freund! Wenn du eine Reise nach Sankt Petersburg planst, dann habe ich heute einen ganz besonderen Tipp für dich. Einen Ort, der dich mit seiner schieren Schönheit umhauen wird und der eine Geschichte erzählt, die Gänsehaut bereitet. Ich spreche von der Auferstehungskirche, auch bekannt als Bluterlöser-Kirche oder Erlöserkirche. Dieser Ort ist einfach... pure Magie! Ich war schon unzählige Male in Russland, aber diese Kirche raubt mir jedes Mal wieder den Atem. Komm, ich nehm dich mit auf eine kleine Tour!

Ein Denkmal für einen Zaren: Die Geschichte der Auferstehungskirche

Bevor wir uns in die Details stürzen, lass uns kurz über die Geschichte dieses Ortes sprechen. Denn die ist wirklich bewegend. Die Kirche wurde nicht einfach so gebaut. Sie steht an dem Ort, an dem am 1. März 1881 ein Attentat auf Zar Alexander II. verübt wurde. Er war ein bedeutender Herrscher, der die Leibeigenschaft in Russland abschaffte. Sein Sohn, Alexander III., ließ die Kirche als Denkmal für seinen Vater errichten. Daher auch der Name „Bluterlöser-Kirche“. Wenn du vor der Kirche stehst, spürst du förmlich die historische Bedeutung dieses Ortes. Der Bau dauerte von 1883 bis 1907, und das Ergebnis ist ein Meisterwerk der russischen Architektur, das sich bewusst von den eher europäisch anmutenden Bauten in Sankt Petersburg abhebt.

Ein architektonisches Juwel im Herzen von Sankt Petersburg

Was die Auferstehungskirche so besonders macht, ist ihr einzigartiger Stil. Während viele Gebäude in Sankt Petersburg von italienischen und französischen Architekten entworfen wurden und einen eher westlichen Touch haben, ist diese Kirche durch und durch russisch. Sie erinnert an die berühmte Basilius-Kathedrale in Moskau, mit ihren farbenfrohen, verspielten Zwiebeltürmen. Die Fassade ist über und über mit Mosaiken, Kacheln und Ornamenten verziert. Nimm dir Zeit, die Details zu bewundern. Jede einzelne Kachel, jedes Mosaik erzählt eine eigene Geschichte. Es ist ein Fest für die Augen!

Ein Farbenmeer aus Mosaiken: Das Innere der Kirche

Wenn du denkst, die Auferstehungskirche sei von außen schon beeindruckend, dann warte mal ab, bis du sie von innen siehst! Ich verspreche dir, du wirst aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Das Innere ist mit über 7.500 Quadratmetern Mosaik bedeckt – das ist mehr als in jeder anderen Kirche der Welt! Die Mosaike bedecken die Wände, die Decken, die Säulen... einfach alles. Sie stellen biblische Szenen dar und sind so detailliert und farbenprächtig, dass man stundenlang davorstehen und immer wieder neue Details entdecken könnte.

Praktische Tipps für deinen Besuch

So, jetzt aber genug geschwärmt! Du willst sicher wissen, wie du hinkommst und was du beachten musst. Hier sind meine ganz persönlichen Tipps für deinen Besuch in der Auferstehungskirche:

  • **Anreise:** Die Kirche liegt super zentral am Gribojedow-Kanal. Die nächste Metro-Station ist „Newski Prospekt“. Von dort aus sind es nur ein paar Minuten zu Fuß. Du kannst den Spaziergang entlang des Kanals genießen und die wunderschöne Aussicht auf die Kirche schon von weitem bewundern.
  • **Öffnungszeiten:** Die Kirche ist täglich von 10:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, außer mittwochs. Der Ticketschalter schließt um 17:30 Uhr. In den Sommermonaten (von Ende April bis Ende September) gibt es verlängerte Öffnungszeiten bis 22:30 Uhr. Mein Tipp: Geh am besten gleich morgens hin, um den größten Touristenmassen zu entgehen.
  • **Eintrittspreise:** Der Eintritt für Erwachsene kostet 450 Rubel (Stand 2024). Für Studenten und Kinder gibt es Ermäßigungen. Es lohnt sich, das Ticket vorab online zu kaufen, um lange Warteschlangen zu vermeiden. Es gibt auch Kombitickets, mit denen du zusätzlich die Isaakskathedrale und die Smolny-Kathedrale besichtigen kannst.
  • **Fotografieren:** Fotografieren ist im Inneren der Kirche erlaubt, aber ohne Blitz. Also pack deine Kamera ein, aber sei respektvoll.
  • **Kleiderordnung:** Wie in allen russisch-orthodoxen Kirchen solltest du auf angemessene Kleidung achten. Das bedeutet, Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Frauen werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Meistens liegen am Eingang Tücher bereit, die du dir ausleihen kannst.

Mehr als nur eine Kirche: Ein Museum und ein Ort der Stille

Die Auferstehungskirche ist heute kein aktives Gotteshaus mehr, sondern ein Museum. Das hat den Vorteil, dass du dich frei bewegen und alles in Ruhe anschauen kannst. Nimm dir Zeit, die Atmosphäre auf dich wirken zu lassen. Trotz der vielen Besucher strahlt der Ort eine unglaubliche Ruhe und Würde aus. Setz dich in eine der Bänke und lass die Farben und die Geschichte auf dich wirken. Es ist ein Ort, der dich innehalten und staunen lässt.

Der Gribojedow-Kanal und die Umgebung

Nach deinem Besuch in der Kirche solltest du unbedingt noch einen Spaziergang entlang des Gribojedow-Kanals machen. Von hier aus hast du die besten Fotomotive auf die Kirche. Es gibt zahlreiche kleine Brücken, von denen aus du tolle Bilder machen kannst. In der Umgebung findest du auch viele gemütliche Cafés und Restaurants, in denen du dich stärken kannst. Mein Geheimtipp: Probier unbedingt die russischen Blini (eine Art Pfannkuchen) in einem der kleinen Cafés am Kanal. Einfach köstlich!

Mein Fazit: Ein absolutes Muss in Sankt Petersburg!

Ich hoffe, ich konnte dich mit meiner Begeisterung für die Auferstehungskirche anstecken. Für mich ist sie einer der schönsten Orte in ganz Russland und ein absolutes Highlight jeder Sankt-Petersburg-Reise. Die Kombination aus bewegender Geschichte, atemberaubender Architektur und diesem unglaublichen Farbenmeer aus Mosaiken ist einfach einzigartig. Also, pack deine Koffer und mach dich auf den Weg! Du wirst es nicht bereuen, versprochen!

Die Symbolik der Zwiebeltürme und Mosaike

Lass uns noch ein wenig tiefer in die Symbolik der Kirche eintauchen. Die bunten Zwiebeltürme sind nicht nur schön anzusehen, sie haben auch eine tiefere Bedeutung in der russisch-orthodoxen Tradition. Sie symbolisieren die Flammen von Kerzen, die zum Himmel aufsteigen, und stehen für das Gebet und die Verbindung zu Gott. Die Anzahl der Kuppeln ist ebenfalls von Bedeutung. Die zentrale, höchste Kuppel repräsentiert Jesus Christus, während die kleineren Kuppeln die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes symbolisieren.

Die Mosaike im Inneren sind nicht nur eine beeindruckende künstlerische Leistung, sondern auch eine visuelle Bibel für die Gläubigen. Viele Menschen konnten früher nicht lesen, daher waren die bildlichen Darstellungen von biblischen Geschichten eine wichtige Möglichkeit, ihnen den Glauben näherzubringen. Die Mosaike in der Auferstehungskirche sind besonders bemerkenswert für ihre Detailtreue und ihre leuchtenden Farben. Sie wurden von den besten russischen Künstlern der damaligen Zeit entworfen, darunter Wiktor Wasnezow, Michail Nesterow und Andrei Rjabuschkin. Jeder Künstler hatte seinen eigenen Stil, was zu einer faszinierenden Vielfalt an Darstellungen führt.

Ein Spaziergang durch die biblische Geschichte

Wenn du durch die Kirche gehst, unternimmst du quasi eine Reise durch das Alte und Neue Testament. Die Mosaike an den Wänden und Decken erzählen die Geschichten von der Schöpfung der Welt, von Adam und Eva, von den Propheten und natürlich vom Leben und Wirken Jesu Christi. Nimm dir die Zeit, die einzelnen Szenen zu betrachten und die Emotionen in den Gesichtern der dargestellten Personen zu erkennen. Es ist unglaublich, wie lebendig und ausdrucksstark diese Mosaike sind. Ein besonderes Highlight ist das Mosaik, das die Kreuzigung Christi darstellt. Es befindet sich direkt über dem Ort, an dem Zar Alexander II. tödlich verwundet wurde. Dieser Bereich, ein Teil der ursprünglichen Straße, wurde in die Kirche integriert und ist heute von einem Baldachin aus Jaspis und Rhodonit geschützt. Ein wirklich ergreifender Anblick.

Die wechselvolle Geschichte der Kirche im 20. Jahrhundert

Die Auferstehungskirche hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach der Russischen Revolution 1917 wurde sie, wie viele andere Kirchen im Land, für Gottesdienste geschlossen. Die Sowjets sahen in der Religion ein Opium für das Volk und zerstörten oder zweckentfremdeten unzählige Kirchen. Die Auferstehungskirche entging nur knapp der Zerstörung. Es gab Pläne, sie abzureißen, um Platz für eine neue Straße zu schaffen. Doch glücklicherweise konnten sich Denkmalschützer und Architekten für den Erhalt der Kirche einsetzen. Während der Leningrader Blockade im Zweiten Weltkrieg diente die Kirche als Leichenhalle. Nach dem Krieg wurde sie als Lager für Gemüse und später als Requisitenkammer für das nahegelegene Opernhaus genutzt. Es ist kaum zu glauben, dass dieses architektonische Juwel so zweckentfremdet wurde!

Die aufwändige Restaurierung

Erst in den 1970er Jahren begann die aufwändige Restaurierung der Kirche. Die Mosaike waren stark beschädigt, die Fassade war verwittert und das gesamte Gebäude war in einem desolaten Zustand. Über 27 Jahre lang arbeiteten Restauratoren daran, die Kirche in ihrem alten Glanz wiederherzustellen. Es war eine unglaublich mühsame und detailgetreue Arbeit. Jedes einzelne Mosaiksteinchen wurde gereinigt und, wenn nötig, ersetzt. 1997 wurde die Kirche schließlich als Museum wiedereröffnet. Wenn du heute durch die Kirche gehst, kannst du die unglaubliche Leistung der Restauratoren bewundern. Sie haben es geschafft, dieses Meisterwerk für die Nachwelt zu erhalten.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Dein Besuch der Auferstehungskirche lässt sich wunderbar mit der Besichtigung weiterer Highlights in Sankt Petersburg verbinden. Die Kirche liegt so zentral, dass du viele andere Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen kannst.

  • **Das Russische Museum:** Direkt neben der Auferstehungskirche befindet sich das Russische Museum. Es beherbergt die größte Sammlung russischer Kunst weltweit, von alten Ikonen bis hin zu moderner Malerei. Wenn du dich für russische Kunst und Kultur interessierst, ist ein Besuch hier ein absolutes Muss.
  • **Der Newski-Prospekt:** Die berühmte Prachtstraße von Sankt Petersburg ist nur einen Steinwurf entfernt. Hier kannst du nach Herzenslust shoppen, in einem der vielen Cafés einen Kaffee trinken oder einfach nur das bunte Treiben beobachten. Der Newski-Prospekt ist die Lebensader der Stadt und ein Ort, an dem du das moderne Russland erleben kannst.
  • **Die Kasaner Kathedrale:** Ebenfalls am Newski-Prospekt liegt die imposante Kasaner Kathedrale. Mit ihrer halbrunden Kolonnade erinnert sie an den Petersdom in Rom. Sie ist eine aktive Kirche und ein wichtiger Ort für die russisch-orthodoxen Gläubigen.
  • **Das Singer-Haus:** Gegenüber der Kasaner Kathedrale findest du das berühmte Singer-Haus, auch bekannt als „Haus des Buches“. In diesem wunderschönen Jugendstilgebäude befindet sich die größte Buchhandlung der Stadt. Im obersten Stockwerk gibt es ein Café mit einer fantastischen Aussicht auf den Newski-Prospekt und die Kasaner Kathedrale.

Ich könnte dir noch stundenlang von Sankt Petersburg vorschwärmen, aber am besten ist es, du entdeckst die Stadt selbst. Die Auferstehungskirche ist der perfekte Ausgangspunkt für deine Entdeckungsreise. Sie ist ein Ort, der dich verzaubern und inspirieren wird. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja mal bei einer Tasse Kaffee in einem der gemütlichen Cafés am Gribojedow-Kanal. Bis bald in Sankt Petersburg!

Häufig gestellte Fragen

Hallo! Am einfachsten erreichst du die Auferstehungskirche mit der Metro. Die nächste Station ist 'Newski Prospekt'. Von dort aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Der Weg ist auch sehr schön, da du am Gribojedow-Kanal entlangläufst und schon von weitem die bunten Kuppeln der Kirche sehen kannst. Alternativ kannst du natürlich auch ein Taxi nehmen, aber ich persönlich finde den Spaziergang viel schöner, um die Atmosphäre der Stadt aufzusaugen.
Oh ja, absolut! Ich kann dir versichern, der Eintritt lohnt sich zu 100%. Die Kirche ist von außen schon ein Traum, aber von innen wird sie dich einfach umhauen. Diese unzähligen Mosaike, die die Wände und Decken bedecken, sind einfach atemberaubend. Es ist, als würdest du in ein riesiges, funkelndes Schmuckkästchen eintauchen. Nimm dir auf jeden Fall genug Zeit, um die Details zu bewundern. Du wirst es nicht bereuen!
Mein Tipp ist, entweder gleich morgens zur Öffnung um 10:30 Uhr dort zu sein oder am späten Nachmittag. Dann ist es meistens nicht ganz so voll und du kannst die Mosaike in Ruhe auf dich wirken lassen. Besonders schön ist es auch in den Sommermonaten, wenn die Kirche abends länger geöffnet hat. Das Licht, das dann durch die Fenster fällt, ist einfach magisch. Mittwochs ist die Kirche übrigens geschlossen, das solltest du bei deiner Planung beachten.
Ja, das ist in russisch-orthodoxen Kirchen so üblich. Es ist ein Zeichen des Respekts. Aber keine Sorge, du musst nicht extra einen Hut oder ein Tuch mitbringen. Am Eingang liegen meistens Tücher bereit, die du dir für deinen Besuch ausleihen kannst. Achte auch darauf, dass deine Schultern und Knie bedeckt sind. Das gilt übrigens für Männer und Frauen.

Weiterführende Informationen

Dieser Artikel gehört zur Kategorie Sankt Petersburg. Entdecke weitere spannende Berichte und Tipps auf Russland Erleben.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung auf unserer Website zu bieten. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.